Ausschuss befasst sich mit Entwicklung bis 2031/32
Bis zum Schuljahr 2031/32 werden die Schülerzahlen an den Schulen in Trägerschaft der Stadt weitgehend stabil bleiben oder sich in einigen Einrichtungen leicht erhöhen. Das geht aus dem jährlichen Bericht hervor, den die Verwaltung dem Ausschuss für Verwaltung und Finanzen vorlegte. Die Prognose basiert auf der amtlichen Schulstatistik sowie der Geburtenentwicklung.
Im laufenden Schuljahr besuchen insgesamt 2.684 Schülerinnen und Schüler die sechs Grund- und vier weiterführenden Schulen in städtischer Trägerschaft. Das entspricht einem Plus von 57 Kindern und Jugendlichen gegenüber dem Schuljahr 2024/25. In die 42 Klassen der sechs Grundschulen gehen 847 Mädchen und Jungen – ein Zuwachs von 42. In den 73 Klassen der vier weiterführenden Schulen werden 1.760 Jugendliche unterrichtet, drei mehr als im Vorjahr.
Für die weiterführenden Schulen zeigt die Prognose eine stabile Entwicklung für die Gemeinschaftsschule (Schülerzahl aktuell 316) sowie eine leicht steigende Tendenz für die Werkrealschule Urphar-Lindelbach (79), die Comenius Realschule (793) und das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (582).
Der von Referatsleiter Matthias Fleischer erläuterte Bericht umfasste auch Informationen zur Inanspruchnahme schulischer Betreuungsangebote – ein Bereich, in dem der Schulstandort Wertheim von jeher gut aufgestellt ist. Im Grundschulbereich nutzen 58 Prozent der Kinder ein Betreuungsangebot. Die Gemeinschaftsschule Wertheim ist eine gebundene Ganztagsschule mit Teilnahmepflicht. An der Grundschule in Bestenheid und an der Otfried-Preußler-Schule gibt es einen Ganztagsbetrieb in Wahlform. In Dertingen, Reicholzheim und Nassig steht die verlässliche Grundschule zur Verfügung.
Der Anteil der Ganztagsbetreuung an den vier weiterführenden Schulen liegt bei etwa 37 Prozent. Die Gemeinschaftsschule ist eine durchgängig gebundene Ganztagsschule mit Teilnahmepflicht, Realschule und Gymnasium bieten offene Ganztagsangebote. An der Werkrealschule Urphar-Lindelbach besteht kein entsprechendes Angebot.
Matthias Fleischer gab auch einen Ausblick auf gesetzliche Änderungen. Ab dem Schuljahr 2026/27 wird an der Gemeinschaftsschule Wertheim (Primarstufe) die bisherige Grundschulförderklasse durch eine Juniorklasse ersetzt. Diese soll den Übergang in die Grundschule erleichtern und eine individuellere Förderung ermöglichen. Ob und an welchen weiteren Schulen Juniorklassen eingerichtet werden, hängt von den tatsächlichen Bedarfen ab.
Durch die landesweite Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium voraussichtlich im Schuljahr 2032/33 eine zusätzliche Klassenstufe entstehen. Die vorhandenen Räume reichen nach aktuellem Stand dafür aus, so die Verwaltung in ihrem Bericht.



